Jesus praktisch erleben!

23.10.2019

Als Predigtthema habe ich für heute einen ganz kurzen Satz ausgewählt:

Jesus praktisch erleben

Auch der Predigttext, er steht in Johannes 12, 21: ist ganz kurz, es heißt dort:

Wir wollen gerne Jesus sehen!

Wir merken, es geht heute um Jesus!

Jesus praktisch erleben!

Ich denke, diese drei Wörter können wir uns alle gut einprägen! Und diese drei Wörter sind ja schon für sich genommen eine kurze, klare und deutliche Botschaft.

Jesus praktisch erleben!

Mein Wunsch ist es, dass wir alle, die wir heute hier versammelt sind, insbesondere natürlich Mimi, Laura, Niclas, Levin und Michel, täglich ganz praktische Erfahrungen mit Jesus machen. Im Biblischen-Unterricht ging es um Wissensvermittlung!

Wie entstand die Bibel?

Wer ist Gott?

Wer ist Jesus Christus?

Wer oder was ist der Heilige Geist?

Was hat es mit dem Volk Israel auf sich?

Was bedeutet Gebet?

Was ist Prophetie?

Gottes Schöpfung oder Evolution?

Viele Themen wurden besprochen, viel Wissen wurde vermittelt! Aber uns, die wir das Vorrecht hatten Euch dieses Wissen zu vermitteln, ging es in erster Linie darum, Euch aufzuzeigen, wie ihr dieses Wissen praktisch umsetzen könnt! Und so versucht auch der jeweilige Bruder, der hier Sonntags steht und predigt, immer beide Aspekte zu beachten: Auf der einen Seite die Aussagen der Bibel aufzuzeigen und deutlich zu machen, aber auf der anderen Seite auch die praktische Anwendung klar herauszustellen. Was für einen Sinn hätte es, den Jugendlichen im BU alles über Gebet zu sagen, aber die Motivation zur praktischen Anwendung zu unterlassen. Es ist doch überall so im täglichen Leben, dass dies untrennbar zusammengehört: Theorie und Praxis. Ich habe vor vielen Jahren einen Kochkurs für Männer mitgemacht. Zunächst wurde jeweils genau erklärt, was wir kochen, welche Zutaten wir benötigen

wie wir alles zubereiten müssen, wie und wie lange wir dann alles kochen und/oder braten müssen usw. - zunächst viel Theorie! Aber danach ging es los: schälen, waschen, schneiden, kneten, rühren, kochen, braten, dünsten und dann das genüssliche oder je nachdem wie es geklappt hatte, das nicht ganz so genüssliche Essen!

Nach der Theorie folgte also die praktische Anwendung!

Auch wenn Du nicht selbst kochen musst, essen musst Du schon! Es reicht nicht aus, alles über Lebensmittel zu wissen, alles über schmackhafte Gerichte zu wissen - davon wirst Du nicht satt! Du musst schon Deinen Mund öffnen und die Speise essen.

Praktische Anwendung! Darauf kommt es an!

Jesus praktisch erleben

Wie geht das?

Wir wollen gerne Jesus sehen!

Ja, mit unserem Predigttext, mit diesem Satz, mit diesem Wunsch fängt es an! Wir wollen gerne Jesus sehen! Die Bibel berichtet immer wieder von einzelnen Personen oder von Personengruppen bis hin zu Menschenmassen, die diesen Wunsch im Herzen tragen:

Wir wollen gerne Jesus sehen!

Schauen wir uns einige an. Gleich auf der ersten Seite des NT in Matthäus 2 finden wir eine Gruppe von Menschen, ihre Anzahl wird uns nicht genannt, die sich in Babylon befindet. Es sind Wissenschaftler (keine Könige wie es manche sagen, sondern Gelehrte oder Weise oder auch Sternkundige könnte man sagen). Durch die vielen Juden, die vormals durch die Gefangenschaft in Babylon gewesen waren oder auch durch die zurückgebliebenen Juden, wussten diese Gelehrten, dass die Juden auf einen besonderen Führer, auf einen besonderen König, ja auf Jesus warteten. Und sie kannten wohl auch die Bibelstelle aus Mose 24, 17:

"Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen"

Diese Gelehrten beobachteten wohl täglich den Sternenhimmel. Und dann geschah es, sie entdeckten einen ganz besonders hellen Stern! Und ihnen wurde klar:

Jesus ist da!

Und sie sprechen untereinander:

diesen Jesus wollen wir sehen

diesen Jesus wollen wir kennen lernen

diesen Jesus wollen wir anbeten.

Sie scheuen sich nicht, den Weg auf sich zu nehmen und reisen nach Bethlehem. Die genaue Route ist nicht bekannt, es können aber bis zu 1.000 Kilometer gewesen sein. Sie kommen erst in Bethlehem an, als Jesus bereits ein oder zwei Jahre alt ist. Aber sie haben ihr Ziel erreicht und sie beten das Kind an, weil sie in ihrem Herzen spüren, dies Kind ist Jesus Christus, es ist der Messias!

Da ist eine andere Gruppe, es sind Hirten auf dem Felde. Auch sie erfahren: denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR! Und was machen die Hirten dann? Die Hirten sind sich schnell einig:

Wir wollen Jesus sehen.

Und sie laufen ganz schnell, so steht es in Lukas 2, zum Stall und finden Jesus!

Da ist eine andere Person, eine Einzelperson. Zachäus

Er war ein reicher Mann, er war der Chef der Zollbeamten. Er war korrupt! Dieser Zachäus hatte schon viel von Jesus gehört. Und er erfährt: Jesus kommt nach Jericho, dort wohnte Zachäus. Und die Bibel schreibt in Luk. 19, 3: er begehrte Jesus zu sehen. Zachäus war mit seinem Leben wohl unzufrieden, und vielleicht spürte oder hoffte er, dass Jesus ihm helfen könnte. Damit er Jesus gut sehen kann, kletterte er sogar auf einen Baum. Und tatsächlich, Zachäus sieht Jesus von Angesicht zu Angesicht.

Noch ein letztes Beispiel aus der Bibel. Da ist ein Blinder, er heißt Bartimäus. Auch er hatte schon viel von Jesus gehört. Und plötzlich bekommt Bartimäus mit, dass Jesus gleich vorbeikommen wird. Und als ihm das klar wird, fängt er sofort an zu rufen und laut zu schreien: Jesus, Jesus...

Und die um ihn herumstehen fangen an, auf ihn einzureden und ihn zu bedrohen: Hör auf, sei still, halt deinen Mund....! Doch Bartimäus lässt sich nicht einschüchtern, sondern schreit noch lauter: Jesus, Jesus....und Jesus bleibt stehen!

Viele weitere Beispiele aus der Bibel könnten genannt werden, immer und immer wieder waren Menschen da, die den einen Wunsch hatten:

Wir wollen gerne Jesus sehen!

Auch nach der Zeit des neuen Testamentes gab und gibt es viele Berichte von Personen, die diesen Wunsch:

Wir wollen gerne Jesus sehen!

im Herzen trugen.

Ich denke da zum Beispiel an Fanny Crosby. Sie lebte von 1820 bis 1915. Schon als Kleinstkind wurde sie durch Fehler der Ärzte auf beiden Augen blind. Zudem war sie Halb- oder Vollwaise und lebte bei ihrer Großmutter. Im Alter von 30 Jahren kam in ihr der Wunsch auf, Jesus Christus kennen zulernen. Sie lernte ihn kennen und dies hat Auswirkungen bis in unsere heutige Zeit, denn sie hat rund 8.000 Lieder geschrieben. Darunter sind ganz bekannte Lieder wie:

Seliges Wissen Jesus ist mein

O Gott, dir sei Ehre

Gehe nicht vorbei oh Heiland

Ein zweites Beispiel, welches ich erwähnen möchte, ist Gerhard Tersteegen (1697-1769). Auch in seinen Liedern wird dieser Wunsch, von dem ich hier spreche, sehr, sehr deutlich:

Wir wollen gerne Jesus sehen!

Von ihm stammt unter anderem das Lied:

Gott ist gegenwärtig, lasset uns anbeten -

aber auch das bekannteste Christliche Lied:

Ich bete an die Macht der Liebe. Ein Lied, das sogar bei der Bundeswehr beim großen Zapfenstreich gespielt wird. Soweit die biblischen und außerbiblischen Beispiele von Menschen, die den Wunsch hatten:

Wir wollen gerne Jesus sehen!

Stopp - Eine letzte Gruppe fehlt!

Da gab es fünf junge Personen in Deutschland, genauer gesagt in Schleswig-Holstein, noch genauer gesagt in Rendsburg, die Freitags zusammen kamen, um - ja um was? um zu lernen? Oder war auch da der Wunsch vorhanden:

Wir wollen gerne Jesus sehen!

Die Antwort könnt ihr Mimi, Laura, Niclas, Levin und Michel nur selber geben.

Unser Thema heute lautet:

Jesus praktisch erleben

Wir haben gefragt, wie geht das? Wir haben festgestellt: Es fängt mit dem Wunsch an:

Ich möchte Jesus sehen!

Ich möchte diesem Jesus begegnen!

Ich möchte Jesus kennen lernen!

Dabei können die Motive zunächst völlig unterschiedlich sein. Bei den Gelehrten waren es vielleicht rein wissenschaftliche Gründe. Vielleicht wollten sie zunächst nur feststellen, ob sich ihre gesammelten Daten und Informationen tatsächlich bestätigen. Bei Bartimäus ging es schlicht und einfach um seine Krankheit. Er war blind und wollte wieder sehen können. Bei Zachäus war es zunächst vielleicht reine Neugier. Egal was es war, feststeht:

Sie wollten zu Jesus!

Obwohl wir dieses Thema nur kurz angeschnitten haben, stellt sich jetzt schon die Frage: wie kommt es, dass es da Menschen gibt, die plötzlich diesen Wunsch verspüren:

Wir wollen gerne Jesus sehen!

Wie kommt ein hoher leitender Zollbeamter dazu, auf einen Baum zu steigen? Warum machen sich mehrere Wissenschaftler aus Babylon auf eine 1000 km lange Reise? Wie kommt es, dass 5 junge Leute sich hier in Rendsburg treffen und ihre Freizeit opfern?

Die Antwort finden wir in der Bibel!

Jesus Christus selbst ist es,

der uns ruft

der uns einlädt

der uns motiviert

der uns anspricht

Egal ob wir ins Alte oder ins Neue Testament hineinschauen, immer und immer wieder wird davon berichtet,

wie Gott der Vater,

oder wie Gott der Sohn

oder wie Gott der heilige Geist

uns Menschen ruft!

Schon auf den ersten Seiten der Bibel lesen wir den Ruf Gottes:

Adam, wo bist Du?

Dieses Rufen Gottes ist bis heute nicht verstummt! Wie sieht dieses Rufen aus? Dieses RUFEN und das daraus resultierende HÖREN sieht sicherlich bei jedem Menschen anders aus. Aber es gibt da fünf feststehende Fakten, die wir uns einmal kurz ansehen wollen:

1. Gott ruft durch seine Schöpfung

Die Bibel sagt uns, zum Beispiel in Römer 1, klar und deutlich, dass Gott die Schöpfung so eingerichtet hat, dass der Mensch alleine schon durch die Betrachtung der Schöpfung erkennen kann:

Da gibt es einen Schöpfer, da gibt es einen Gott!

Einige von Euch wissen, dass mein erster Lehrberuf Gärtner war. Nach meiner Gesellenprüfung wollte ich weiter zur Schule gehen und Gartenbauingenieur werden. Mein Ziel war die Forschung im Bereich Botanik. Doch zunächst kam dann die Bundeswehr und anschließend durfte ich dann erst einmal für einige Jahre hauptamtlich in die missionarische Arbeit gehen. Anschließend habe ich dann meinen heutigen Beruf erlernt.

Trotzdem, nach wie vor fasziniert mich die Botanik!

Ich habe hier zwei Beispiele mitgebracht, die sehr interessant sind:

Erstes Beispiel

Hier ist ein Apfelkern. In diesem Kern sind alle Informationen enthalten, die notwendig sind, damit aus diesem Kern ein Apfelbaum wird, der Früchte trägt. Was für Informationen sind das?

die Größe und die Form des Baumes

die Größe und die Form der Blätter

die Art der Wurzeln

die Farben und Formen der Blüten

die Farben und Formen der Früchte

die komplizierten Baupläne für die Wassertransportwege von der Wurzel bis hin zum höchst gelegenen Blatt die chemischen Formeln für die Aufnahme und Verarbeitung der notwendigen Mineralstoffe und viele Informationen mehr...!

Und hier ist noch ein kleiner Zweig eines Apfelbaums.

Jetzt nehme ich diesen Zweig und gehe damit zu einem vierjährigen Birnbaum, den schneide ich herunter, so dass dieser Ast genau auf die Schnittstelle passt. Die Verbindungsstelle streiche ich mit Baumwachs ein und stabilisiere diese dann mit einem speziellen Baumverband. Was geschieht jetzt? Der Ast wächst an, der Baum wächst, wird groß, erblüht und er trägt Früchte.

Aber was für Früchte wird er tragen?

Dieser Birnbaum wird Äpfel tragen! Warum? Weil er durch meine Maßnahme andere Informationen bekommen hat! In diesem Zweig stecken die Informationen:

Werde ein Apfelbaum.

Bring Apfelblüten hervor.

Trage schöne Früchte - aber bitte Äpfel!

Ein Baum denkt sich nicht einfach etwas aus! Ein Kastanienbaum kann nur Kastanien als Frucht hervorbringen. Es sei denn, man gibt dem Baum eine andere Information!!!

So komplizierte Einrichtungen können keine Zufälle sein, sondern hinter diesem Kern und diesem Zweig steckt ein Schöpfer!

In Römer 1 heißt es in der Lutherübersetzung:

Dieweil sie wussten, dass ein Gott ist!!!

Beispiel zwei "Bambus"

Dieser Bambus ist 20 Jahre alt, und ich kann Euch garantieren, er wird in etwa 80 Jahren blühen!

Woher weiß ich das?

Weil diese Information in dieser Pflanze steht! Schon im Samenkorn der Pflanze war diese Information enthalten.

Da stand zum Beispiel:

Blühe nur ein einziges mal!

Blühe, wenn Du 100 Jahre alt bist!

Bleibe dann ein bis zwei Jahre bei Deinen Blüten, und wenn Deine Samen, Deine Nachkommen richtig ausgereift sind, kannst Du beruhigt eingehen.

Das sind Informationen der Schöpfung!

Der Zufall hat keine geordneten Informationen!

Der Schöpfer ist da und lebt!

Dieses Wissen hat er uns ins Herz gegeben.

Einige wissen, dass ich mich seit über 40 Jahren mit Weltanschauungen beschäftige.

Auch im biblischen Unterricht haben wir uns mit der Thematik Religionen beschäftigt. Wer von Euch sagt mal, wie viele verschiedene Religionen, Kirchen, Kulte, Denominationen und Sekten es gibt?

50.000 - Jawoll

Warum gibt es so viele? Weil im Grunde jeder Mensch dieser Erde weiß: es gibt da einen Schöpfer!

Diese Zahl von 50.000 ist mit ein Beweis:

Es gibt einen Gott!

Das Problem ist nur, dass die Menschen dieses erste Rufen Gottes zwar wahrnehmen -

Gott ruft durch seine Schöpfung -,

aber das weitere Rufen überhören.

Kommen wir deshalb zum 2. Rufen:

2. Gott ruft durch sein Wort

Ich kann diesen Punkt heute hier nur kurz anschneiden. Gott hat uns sein Wort gegeben. Ich sagte bereits, ich beschäftige mich seit über 40 Jahren mit Weltanschauungen. Meine Bücherwand ist voll mit entsprechender Literatur. Ich habe den Koran genauso wie das Buch Mormon. Ich habe die Indischen Weden genauso wie das Werk der Scientologen. Aber in all den 40 Jahren habe ich kein Buch, kein Werk gefunden, dass den Anspruch erhebt,

Gottes Wort zu sein

Es heißt in 2. Tim. 3, 16

...alle Schrift, von Gott eingegeben...!

Und in und mit diesem seinem Wort ruft Jesus Christus uns zu:

Kommet her zu mir alle, die Ihr mühselig und beladen seid.... Matth. 12, 28

Ich kann diesen Punkt jetzt aus Zeitgründen nicht weiter ausführen. Aber halten wir fest:

Gottes Wort ruft uns, lädt uns ein und motiviert uns hin zu dem Wunsch:

Wir wollen gerne Jesus sehen!

3. Gott ruft direkt

In Jesaja Kapitel 41 stellt Gott die Frage: wer ruft alle Menschen? Und er gibt selbst die Antwort:

Ich bin`s, der Herr!

Ich rufe Euch!

Ich rufe alle Menschen!

Egal, ob wir ins Alte oder in das Neue Testament hineinschauen: Immer und immer wird uns berichtet, wie Gott oder Jesus Christus Menschen gerufen hat!

Im Alten Testament war es oftmals ein richtiges akustisches, hörbares Rufen. Zur Zeit Jesu rief Jesus auch akustisch hörbar die Menschen zu sich. Heute ruft Jesus in unser Herz hinein....! Paulus schreibt in 1. Thessalonicher 5: Jesus, der Euch ruft! Unabhängig von der Schöpfung, die uns zuruft, es gibt einen Schöpfer, unabhängig von dem Wort Gottes, das uns zuruft: Jesus ist Realität

ist Jesus Christus da,

der uns ruft

der sich immer und immer wieder um uns bemüht

der uns einlädt

der an unseren Herzen arbeitet

der dir zuruft: komm zu mir!

4. Gott ruft durch Menschen

Menschen, die Jesus Christus kennen gelernt haben, haben eins gemeinsam: Sie müssen das, was sie erlebt haben, weitersagen!

In der Apostelgeschichte lesen wir, dass Petrus und Johannes predigen, und es wird ihnen verboten. Die damalige Obrigkeit hatte Angst, dass zu viele Menschen Christen werden. Und deshalb verbietet man ihnen, weiter zu predigen.

Und was sagen die Beiden (Petrus und Johannes)?

Wir können es nicht lassen...!

Was wir gesehen und gehört haben müssen wir weitersagen, wir müssen von dem Erlebten Zeugnis geben!

Wir können nicht anders.

So ist es bis heute geblieben.

Jesus Christus gebraucht seine Jünger, gebraucht seine Gemeinde, gebraucht uns Geschwister für

SEIN RUFEN: "Komm zu mir!"

5. Gott ruft durch bestimmte Ereignisse

Die Bibel selbst, aber auch die christliche Literatur ist voll mit Beispielen wie Jesus Christus Menschen durch manchmal ganz kleine oder aber auch durch größere Ereignisse gerufen hat. Täglich geschehen da völlig unterschiedliche Dinge. Krankheiten, Sterbefälle, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Verkehrsunfälle .... Es können aber auch freudige Ereignisse sein...!: Besondere Bewahrungen, unerwartete Krankenheilungen, unerwartete nicht mehr für möglich gehaltene Schwangerschaften. Ereignisse, bei denen ein Mensch merkt oder aufhorcht:

Ist das vielleicht Jesus Christus, der mich ruft?

Soweit die fünf Punkte.

Menschen werden zu der Aussage motiviert:

Wir wollen gerne Jesus sehen!

1. Gott ruft durch seine Schöpfung

2. Gott ruft durch sein Wort

3. Gott ruft direkt

4. Gott ruft durch Menschen

5. Gott ruft durch bestimmte Ereignisse

Greifen wir uns aus den eingangs erwähnten Beispielen den Zachäus noch einmal heraus. Zachäus war hoch motiviert! Ja, er wollte Jesus sehen! Bei ihm traf nicht nur ein Punkt zu, sondern bei ihm trafen alle 5 Punkte zu! Und nun, wie geht es weiter? Bei Zachäus sehen wir jetzt ganz deutlich: dieses

Wir wollen gerne Jesus sehen!

reicht nicht! Dieser Wunsch alleine verändert noch nicht sein Leben! Aber was passiert hier bei Zachäus?

Wir lesen... Jesus bleibt stehen! Und er bleibt nicht nur vor dem Baum stehen, sondern er schaut zu Zachäus hinauf! Und dann geht es noch weiter - Jesus ruft diesem Zachäus etwas zu! Er ruft: Zachäus, komm schnell herunter! ...mach schnell...! ...beeil Dich... Zachäus! Ich will heut in Dein Haus einkehren..! Und jetzt, Ihr lieben Geschwister, Ihr lieben Gäste und auch Ihr lieben Fünf: Mimi, Laura, Niclas, Levin und Michel, jetzt wird es ganz praktisch! Wie lautet unser heutiges Thema?

Jesus praktisch erleben!

Wenn Du Jesus praktisch erleben willst, darfst Du ihn nicht nur sehen wollen, sondern du musst von Deinem Baum heruntersteigen. Du musst herunterkommen! Und zwar möglichst schnell! Zachäus stieg sofort eilend von seinem Baum und veränderte sein Leben völlig. Er brachte seine Betrügereien alle wieder in Ordnung.

Wie sieht es bei uns aus? Wie sieht es bei Dir aus? Sitzt Du noch auf deinem Baum? Vielleicht hast Du schon seit längerem gemerkt: Jesus schaut Dich an!

Vielleicht hast Du schon ganz deutlich gehört, wie Jesus Dich gerufen hat: komm herunter! Mach schnell, denn ich will in Deinem Hause einkehren! Zachäus hatte einen riesigen Berg von Argumenten um nicht herunterzusteigen! Was werden die Leute sagen? Ich habe zu Hause gar nicht aufgeräumt! Jesus weiß bestimmt, dass ich ein Betrüger bin! Nachher verlangt Jesus noch, dass ich das ich meinem Leben ändere...!

.. und sicherlich noch vieles andere...! Aber er stieg herunter, er schob alle Argumente beiseite, er machte klar Schiff! Eine totale Wendung seines Lebens...! Zachäus ist hier ja nur ein Beispiel! Immer wieder lesen wir in der Bibel von solchen Beispielen!

Denken wir nur an Paulus! Er verfolgte die ersten Christen und wurde dann von heute auf morgen ein Mensch, der nur noch für Jesus da war! Wie geht so etwas? Man kann diese Frage hoch theologisch behandeln und beantworten. Die Bibel spricht da von "Neue Geburt", oder auch von "Bekehrung" oder von "Du musst von Neuem geboren werden" und so weiter.

Aber hoch theologisch wollen wir heute gar nicht werden, sondern vielmehr ganz einfach und praktisch bleiben. Du willst Jesus praktisch erleben? Dann musst du keine Wallfahrten unternehmen, dann musst Du keine Gebetskette in die Hand nehmen, dann musst Du nicht fasten und meditieren -

Nein, Du musst nur von Deinem Baum heruntersteigen und Dich von Jesus beschenken lassen.

Gott hat Dich und mich beschenkt!

Also hat Gott die Welt geliebt, Dich und mich, dass er seinen einzigen Sohn gab, auf dass alle, Du und ich,

die wir an IHN glauben,

nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben!

Jesus ist ein Geschenk - für uns - für Dich und für mich. Die Bibel sagt an anderer Stelle: "Umsonst" oder "ohne Verdienst".

Hier sind übrigens kleine Geschenke für Euch Fünf.

Es ist auch noch ein sechstes da, das kann sich jemand holen, der es gerne haben möchte.

Geschenkt! Umsonst!

Jesus kannst Du dir nicht kaufen! Das Geschenk Jesus kannst Du Dir auch nicht erarbeiten. Du kannst es aber annehmen. Und wenn Du es angenommen hast, musst Du das Geschenk auspacken und gebrauchen.

Geschenke, die nicht ausgepackt werden, sind nichts nütze. Stell Dir vor, Du bekommst eine richtig tolle wertvolle Uhr geschenkt! Natürlich mit allem drum und dran, Stoppuhrfunktion, Kompassfunktion, funkgesteuert, Terminsteuerung, Datumsanzeige und und...! Aber was nützt Dir diese Uhr...., wenn Du Dein Geschenk nicht auspackst? Du musst Dein Geschenk auspacken, und dann musst Du Deine Uhr benutzen. Und ich garantiere Dir: Du wirst sie voller Stolz und Freude um Deinen Arm binden! Du wirst voller Freude mehrmals täglich auf Deine Uhr schauen! Du wirst die Funktionen der Uhr ausprobieren und diese immer häufiger nutzen! Du wirst Deine neue Uhr voller Begeisterung anderen zeigen! Du wirst andere ermutigen, sich auch so eine tolle Uhr schenken zu lassen. Es ist natürlich nur ein sehr schwaches Bild, man kann Jesus nicht mit einer Uhr vergleichen, das ist mir schon klar! Trotzdem macht dieses Beispiel deutlich, worum es geht. Jesus praktisch erleben kann ich nur, wenn ich das Geschenk Gottes annehme, es auspacke und es lerne zu gebrauchen. Und dabei kann so eine Uhr schon einiges verdeutlichen!

Wie oft am Tage schaue ich auf die Uhr?

Wie oft am Tage schaue ich auf Jesus?

Wie oft am Tage schaue ich auf Gottes Wort?

Meiner Uhr, sie ist ja funkgesteuert vertraue ich blind!

Vertraue ich meinem Jesus genauso blind?

Vertraue ich dem Wort Gottes genauso?

Jesus praktisch erleben!

An wen ist diese heutige Predigt gerichtet?

An Euch 5!

Ich vergaß Euch anderen das zu Beginn zu sagen: Ihr hättet eigentlich dann solange raus gehen können. Aber jetzt bleibt man hier, es lohnt sich jetzt nicht mehr, nach draußen zugehen.

Die Predigt gilt Euch! Wir als Lehrer/Lehrerinnen aber auch als Gesamtgemeinde wollen Euch etwas auf Eurem Weg mitgeben! Paulus hatte auch Schüler, zum Beispiel den Timotheus. Was gab Paulus seinem Schüler mit auf den Weg? So sei nun stark Timotheus!

Wir schließen uns als Gemeinde dem Paulus an und sagen Euch:

So seid nun stark!

Könnt Ihr stark sein? Paulus sagt dem Timotheus wie das geht:

"Durch die Gnade in Jesus Christus"!

Anders ausgedrückt: Haltet fest an dieser Gnade, lebt von dieser und durch diese Gnade!

Paulus sagt weiter: Halt im Gedächtnis fest, was Du von dem auferstandenen Jesus Christus gehört und gelernt hast! Aber Paulus wird in seinem Brief, den er an seinen Schüler schreibt, auch ganz praktisch. Auch Paulus wünscht es seinem Schüler, dass er das gelernte praktisch anwendet! Das ist auch unser Wunsch als gesamte Gemeinde. Ihr habt viel gelernt, viel gehört! Haltet daran fest und setzt Euer Wissen praktisch ein und um.

Für wen ist die Predigt heute?

Für wen habe ich das Thema

"Jesus praktisch erleben" ausgewählt?

Für wen gilt der Predigttext:

Wir wollen gerne Jesus sehen?

Ich weiß jetzt gar nicht, wo Du sitzt?

Aber diese Predigt ist für Dich!

Sitzt Du vielleicht da ganz hinten irgendwo?

Oder sitzt Du mehr hier im vorderen Bereich?

Die Predigt gilt auf jeden fall Dir, ganz egal wo Du jetzt auch sitzen magst. Du bist heute dran!

Heute ist der Tag dieser fünf jungen Leute!

Das ist gut so, und das soll auch so bleiben!

Unabhängig davon kann es aber auch Dein Tag werden. Ein Tag, an dem Du vielleicht zum ersten Mal in Deinem Leben von Deinem Baum heruntersteigst und zum ersten Mal die Einladung Jesu annimmst. Oder ein Tag, an dem Du erkennst, dass Du das Geschenk Jesu zwar bekommen und angenommen hast und es eventuell sogar auch ausgepackt hast, aber es ungebraucht in der Ecke liegt.

Jesus praktisch erleben!

Lass es nicht nur ein Wunsch sein - sondern lass es in Deinem Leben Realität werden. Das wünsche ich Dir, das wünsche ich Euch Fünfen, das wünsche ich mir selbst, ja, das wünsche ich uns allen!

Amen